Schwangerschaftsstreifen

Schwangerschaftsstreifen oder auch Dehnungsstreifen gehören zu den gefürchteten Nebenwirkungen einer Schwangerschaft.
Deshalb sei direkt zu Beginn gesagt „Schwangerschaftsstreifen sind keine Krankheit und physiologisch normal“. Unschön können sie trotzdem sein. Deshalb habe ich hier Informationen zur Vorbeugung und Behandlung von Schwangerschaftsstreifen für Sie zusammengefasst.

Was sind Schwangerschaftsstreifen?

Um zu erklären was Dehnungsstreifen , lat. Striae cutis distensae, sind und wie sie entstehen muss man über die Anatomie der Haut reden: Das Bindegewebe der Haut besteht aus verschiedenen Fasern. In der Lederhaut findet sich ein Gitter von Kollagenfasern, das der Haut Festigkeit und Elastizität verleiht. Werden diese Fasern überdehnt und kommt es zu Rissen in der Unterhaut entstehen die gefürchteten Dehnungsstreifen.
Dies ist nicht nur ein Problem von Schwangeren. Sportler mit großem Muskelwachstum oder Teenager in der Pubertät sind genauso betroffen.

Schwangere haben zusätzlich noch mit der hormonellen Umstellung des Körpers zu kämpfen, die die Elastizität des Bindegewebes herabsetzen. Deshalb werden Schwangerschaftsstreifen in der Medizin auch als Sonderform der Dehnungsstreifen behandelt und in Mediziner-Sprache als Stria gravidarum bezeichnet. Meist treten Schwangerschaftsstreifen an der Brust, dem Bauch, den Oberschenkeln und Oberarmen auf.

Schwangerschaftsstreifen vorbeugen

Als werdende Mutter kann man Schwangerschaftsstreifen vorbeugen. Wie gut dies gelingt hängt immer von ganz individuellen Faktoren ab, zum Beispiel ob eine Bindegewebsschwäche vorliegt.

Zumindest lassen sich aber die Ausmaße der Schwangerschaftsstreifen positiv beeinflussen:

Kurz gesagt, alles was die Elastizität und Durchblutung der Haut der Schwangeren steigert hilft auch gegen Schwangerschaftsstreifen.

Tipps gegen Schwangerschaftsstreifen

  1. Massagen
  2. Die für Schwangerschaftsstreifen anfälligen Stellen sollten täglich ein bis zwei mal sanft massiert werden.

  3. Hautpflege
  4. Der zweite Tipp lässt sich gut mit Massagen verbinden. Ausgetrocknete Haut neigt dazu wenig elastisch zu sein. Deshalb sollten sich Schwangere regelmäßig und gut eincremen. Gleichzeitig sollten alle Aktivitäten vermieden werden, die die Haut zusätzlich belasten. Hierzu zählen zum Beispiel ausgedehnte Bäder oder langer Aufenthalt in der Sonne.

  5. Kneipkuren
  6. Wechselwarme Duschen, im Volksmund Kneippkuren, helfen die Durchblutung der Haut zu fördern. Dazu sollten die betroffenen Körperstellen abwechselnd mit warmem und kaltem Wasser abgeduscht werden. Generell empfiehlt sich dies je fünf Mal im Wechsel zu tun.

  7. Sport
  8. Sport ist generell gut für die Haut, ob Schwangerschaftsstreifen oder Cellulite. Als Schwangere sollte hier auf wenig belastende Sportarten zurückgegriffen werden, z.B. Schwimmen. Nach dem schwimmen sollte die Haut intensiv gepflegt werden um ein austrocknen zu vermeiden.

Schwangerschaftsstreifen entfernen

Die Natur geht ihre eigenen Wege. Trotz aller Massagen und Cremes kann es vorkommen, dass während der Schwangerschaft Schwangerschaftsstreifen entstehen. Je nach Ausprägung kann dies für die Mutter belastend sein. Daher stellt sich oft die Frage, wie man Schwangerschaftsstreifen entfernen kann.

Leider muss man feststellen, das es allen Beteuerungen der Kosmetikindustrie zum trotz keine hundertprozentige Garantie gibt, Schwangerschaftsstreifen zu entfernen.
Verschiedene Cremes und Präparate können die Abheilung der Schwangerschaftsstreifen unterstützen oder die Streifen verblassen lassen. Auch manche Hautärzte bieten Lasertherapien an, die den Streifen mit moderner Medizintechnik zu Leibe rücken sollen. Hier ist allerdings zu bedenken, dass die Kosten nicht von den Krankenkassen übernommen werden.

Deshalb ist mein Tipp an alle Schwangeren lieber vorzubeugen als im Nachhinein kostspielige Verfahren auszuprobieren. Ich hoffe meine Sammlung von Tipps gegen Schwangerschaftsstreifen konnte Ihnen dabei helfen.