Hebammen und Schwangerschaft – F.A.Q.

Das Wort Hebamme ist eins der wenigen Wörter in der deutschen Sprache, von dem es keine männliche Form gibt.
Die Wortherkunft stammt aus dem Althochdeutschen. Hevianna bedeutete so viel wie „Großmutter, die das Neugeborene aufhebt“.

Geschichte des Hebammen Berufs

Der Beruf der Hebamme gehört zu den ältesten überlieferten Berufen für Frauen. Es finden sich alte ägyptische Tempelmalereien die ca. auf 3000 Jahre vor Christus datiert werden, die Hebammen zeigen. Auch im Alten Testament wird die Hebamme immer wieder erwähnt.

Die Geschichte des Hebammen Berufs war über die Jahrhunderte eine bewegte. Wurden Hebammen im Mittelalter oft als Hexen verfolgt, entwickelte sich ab dem 17. Jahrhundert eine immer professioneller werdender medizinischer Beruf.

Ausbildung zur Hebamme

Heutzutage muss man in Deutschland nicht mehr selbst Mutter sein, um eine Hebamme zu werden, sondern an eine Ausbildung an einer der 58 Hebammenschulen absolviert haben.
In 1600 Theoriestunden und 3000 Praxisstunden lernt die angehende Hebamme alles rund um Physiologie, Geburtshilfe, Anatomie und die praktischen Arbeit in und um den Kreißsaal.
Abgeschlossen wird die Ausbildung zur Hebamme durch ein Staatsexamen, das sich aus einem mündlichen, schriftlichen und praktischen Teil zusammen setzt. Im praktischen Teil ist unter anderem die sog. Examensgeburt enthalten.

Aufgaben der Hebamme

Angestellte Hebammen arbeiten in Krankenhäusern im Kreißsaal, auf der Wochenbettstation und in Kinderkliniken.
Neben den Tätigkeiten im Krankenhaus bieten Hebammen Schwangeren und Müttern persönlichen Beistand vor und nach der Schwangerschaft. Dazu zählen vor allem die Schwangerschaftsvorsorge und die Wochenbettbetreuung und Schwangerschaftsnachsorge.
Durch verschiedene Fortbildungen können Hebammen Schwangeren zusätzliche Leistungen, wie z.B. Rückbildungsgymnastik und Yoga anbieten.